Dabeisein ist alles

Magst du Wettbewerbe? Ich meine keine sportlichen Turniere. Und ich meine auch nicht das Zuschauen, sondern das Mitmachen.

Also, beteiligst du dich gerne an Wettbewerben? Wir reden logischerweise vom Schreiben. Wobei es durchaus auch Lese-Olympiaden und ähnliches gibt. Als Schülerin durfte ich einmal die Siegerinnenkrone tragen in einem Vorlesewettbewerb. Ich weiß sogar noch genau, welche Geschichte ich damals vorlas. Es ging um ein Zebra, das wissen wollte, woher es seine Streifen hat. Das Zebra hieß Streifi. Vielleicht kannst du ahnen, welche Lese-Herausforderung das war. 😉

Nein, natürlich möchte ich heute über Schreibwettbewerbe reden. Über Ausschreibungen von Verlagen oder anderen Plattformen. Sicher hast du schon bemerkt, dass ich mich daran sehr gerne beteilige. Dabei muss allen, die dort mitmachen, von vornherein klar sein, dass nicht alle gewinnen können. Vor einigen Monaten sandte ich einen Text ein zu einer Ausschreibung, zu welcher, wie später mitgeteilt wurde, fast 900 (!) Einsendungen kamen. Stell dir das nur mal vor, die arme Jury, die das alles lesen musste. Dass ich dort nicht zum Zug kam, war zwar schade, aber wirklich kein großer Kummer. Rechne dir doch mal aus, welche Chancen man da hat, wenn, wie in diesem Wettbewerb, am Ende lediglich drei oder vier Geschichten angenommen werden.

Bei anderen Ausschreibungen, wo mein Herz dann wirklich dran hängt, da bin ich, falls meine Geschichte nicht angenommen wird, schon enttäuscht und traurig. Aber nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb und entmutigen lassen gilt nicht.

Dabei geht es, glaube ich, gar nicht so sehr darum, die eigene Kurzgeschichte in irgendeiner Anthologie eines winzigen, unbekannten Verlags veröffentlicht zu sehen. Die Motivation, die man aus solchen Erfolgen zieht, die ist es, die für mich entscheidend ist. Jedes Mal, wenn ich eine Zusage bekomme, ist das wie ein Schub (um nicht zu sagen ein Tritt in den H… 😉), ein Ansporn und ein Anreiz, weiter zu machen, weiter zu schreiben. Was im Übrigen ebenso der Fall ist bei Absagen, sozusagen ein „jetzt erst recht“.

Für mich gibt es noch einen weiteren Aspekt bei Ausschreibungen, der mir hilft beim Schreiben. Das ist die gesetzte Frist. Du musst bis zu einem bestimmten Tag deinen Text fertig haben, komme, was wolle. Und nicht nur das. In den meisten Fällen gibt es auch Vorgaben hinsichtlich der Länge, sei es die maximal erlaubte Zeichenzahl oder eine Anzahl Seiten, die nicht über- oder unterschritten werden darf. Gerade der feste Termin, der ist es, den ich gut brauchen kann. Ein solcher Druck hilft beim Schreiben ungemein, versuche es gerne selbst einmal. Setze dir ein Datum, eine Zeitspanne, innerhalb derer du einen Text zu einem bestimmten Thema fertig haben musst. Das bewirkt etwas, es führt dazu, dass man sich besser konzentriert, dass man effizienter arbeitet.

Übrigens ist auch das ein Anreiz bei den Wettbewerben: das Thema. Wenn du einmal nicht weißt, worüber du eine Kurzgeschichte oder eine Erzählung schreiben möchtest, schau in Ausschreibungen, dort findest du viele Anregungen.

Falls du dich also gerne bei Ausschreibungen beteiligen möchtest, zeige ich dir hier mal, wo du Informationen darüber erhältst. Es gibt viele Seiten im Netz, die solche Listen aufstellen. Eines solltest du dabei aber unbedingt beachten: Niemals bei einer Ausschreibung mitmachen, die Startgebühren oder andere Kosten von dir verlangt. Da lass die Finger von. Ebenso von jenen, bei denen du eine gewisse Anzahl der Bücher, die am Ende daraus entstehen, abnehmen musst. Finger weg!

Also hier mal ein paar Links, auf denen du aktuelle Wettbewerbe findest:

Aktuelle Wettbewerbe und Ausschreibungen für Autoren
Aufrufe | Autorenwelt
Schreibwettbewerbe 2023: Ein Überblick
Wettbewerbe - Treffpunkt Schreiben
Schreibwettbewerbe, Literaturwettbewerbe 2023

Es gibt natürlich noch ganz viele mehr, aber meistens listen sie am Ende doch die gleichen Wettbewerbe auf. Darunter gibt es auch politisch motivierte Themen, so habe ich kürzlich von einer Ausschreibung gelesen, die sich mit dem Klimawandel beschäftigt. Leider sind viele solche Ausschreibungen eingeschränkt, was die Teilnehmer angeht. So gibt es viel mehr für junge Autor:innen, für Jugendliche oder für Schreibende bis 25 Jahre als für jene jenseits dieses Alters. Auch schon gesehen habe ich einen Wettbewerb für über 70Jährige. Was dort wohl für Geschichten zusammenkommen?

Übrigens gibt es auch Foren, in denen du monatlich Geschichten einreichen kannst. Das ist dann sinnvoll, wenn du Feedback wünschst, denn meist werden die Texte gegenseitig kommentiert. Dabei solltest du dir aber klar darüber sein, dass das recht zeitintensiv werden kann.

Wenn du zum Thema Wettbewerbsbeiträge noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir.

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